Mit dem GP Spanien begann 1975 die Europa-Saison der Formel 1. Die idyllische Montjuic Parklandschaft auf Barcelonas Hausberg bildete die Kulisse einer schwierig zu fahrenden und gefährlichen Rennstrecke, die seit 1969 auch von der Formel 1 genutzt wurde. Doch die für das Rennwochenende schlampig montierten Leitplanken führten zu einem Boykott der meisten Fahrer im Freitagstraining. Am Samstagmorgen griffen die Mechaniker der meisten Teams selbst zum Werkzeug, um die Arbeit des überforderten Veranstalters zu übernehmen! Aber von Sicherheit konnte noch immer keine Rede sein und so drohten die Fahrer, auch Samstags-Training und Rennen zu boykottieren.
Die Situation eskalierte, als das Militär des Franco-Regimes damit drohte, im Boykott-Fall das komplette Material der Teams zu beschlagnahmen. Emerson Fittipaldi blieb konsequent, rollte langsam um den Kurs und verpasste damit die Qualifikation. Mit mulmigem Gefühl standen die Piloten am Start und es kam wie es kommen musste: in Führung liegend brach an Rolf Stommelens Embassy Hill in Runde 26 der Heckflügel. Das Auto durchbrach die Leitplanken und tötete einen Streckenposten, zwei Fotografen und einen Zuschauer. Jochen Mass entkam dem Chaos nur mit Mühe und wurde bei Rennabbruch als Sieger abgewunken. So gab es bei seinem einzigen GP-Sieg nur halbe Punkte.
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